Verkehrssicherung

Verkehrsrechtliche Anordnung beantragen: Ablauf, Unterlagen, Fristen

Wann Sie für Arbeiten im Straßenraum eine verkehrsrechtliche Anordnung brauchen, welche Unterlagen nötig sind und wie die Baustelle richtig abgesichert wird.

AuftragExpress24 Redaktion 2026-10-16 7 Min Lesezeit
Verkehrsrechtliche Anordnung beantragen: Ablauf, Unterlagen, Fristen

Was ist eine verkehrsrechtliche Anordnung?

Wer auf oder neben einer öffentlichen Straße arbeitet – etwa für ein Gerüst, einen Kran, einen Container, Leitungsarbeiten oder eine Baustellenzufahrt – greift in den Verkehr ein. Dafür ist in der Regel eine verkehrsrechtliche Anordnung (oft VRAO oder VAO abgekürzt) nach § 45 Abs. 6 StVO erforderlich. Sie wird bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder des Kreises beantragt und legt fest, wie die Arbeitsstelle beschildert und abgesichert werden muss.

Wann brauche ich eine Anordnung?

  • Gerüst, Container oder Baustofflager auf Gehweg, Parkstreifen oder Fahrbahn
  • Arbeiten an Leitungen, Hausanschlüssen oder im Straßenbelag
  • Kran- oder Hubarbeitsbühnen-Einsätze im öffentlichen Raum
  • Sperrung von Fahrstreifen, Geh- oder Radwegen
  • Baustellenein- und -ausfahrten mit Einfluss auf den Verkehr

Für ein reines Halteverbot beim Umzug genügt in vielen Städten ein vereinfachtes Verfahren. Fragen Sie im Zweifel bei der Straßenverkehrsbehörde nach.

Welche Unterlagen werden verlangt?

  • Antrag mit Ort, Zeitraum und Art der Arbeiten
  • Lageplan bzw. Verkehrszeichenplan, der zeigt, wo welche Schilder, Absperrungen und Leitelemente stehen
  • Angabe einer verantwortlichen Person für die Verkehrssicherung
  • Je nach Straße zusätzlich eine Sondernutzungserlaubnis oder Aufbruchgenehmigung

Die Absicherung richtet sich nach den Richtlinien für die verkehrsrechtliche Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA 21). Viele Behörden erwarten, dass die verantwortliche Person eine Qualifikation nach dem Merkblatt MVAS nachweisen kann.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Die Bearbeitungszeit hängt von der Stadt, der Straße und dem Umfang ab. Planen Sie mehrere Wochen Vorlauf ein, besonders bei Hauptverkehrsstraßen oder wenn mehrere Ämter beteiligt sind. Halteverbotszeichen müssen in der Regel einige Tage vor Beginn aufgestellt werden, damit sie für parkende Fahrzeuge gelten.

Wer stellt den Antrag und die Beschilderung?

Verkehrssicherungsfirmen übernehmen meist das komplette Paket: Verkehrszeichenplan erstellen, Anordnung beantragen, Schilder, Absperrschranken, Leitbaken und Warnleuchten liefern und aufstellen, Kontrollen während der Bauzeit und den Abbau. Das spart Zeit und Sie haben einen Ansprechpartner, wenn die Behörde Rückfragen hat.

Was kostet die Verkehrssicherung?

Die Kosten hängen von der Dauer, der Anzahl der Verkehrszeichen und Absperrelemente, dem Planungsaufwand, den behördlichen Gebühren und den notwendigen Kontrollfahrten ab. Lassen Sie sich mehrere Angebote auf Grundlage derselben Angaben machen: Ort, Zeitraum, betroffene Fläche und ob Gehweg, Radweg oder Fahrbahn gesperrt werden.

Die Regeln zur Verkehrssicherung an Arbeitsstellen veröffentlicht die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Angebote für Baustellenabsicherung und Beschilderung in Köln, Düsseldorf, Neuss und Dormagen erhalten Sie über unsere Übersicht Verkehrssicherung.

Häufige Fragen

Wer ist für die Verkehrssicherung einer Baustelle verantwortlich?

Verantwortlich ist das ausführende Unternehmen bzw. der Bauherr, der die Absicherung meist an eine Verkehrssicherungsfirma vergibt. Die Auflagen stehen in der verkehrsrechtlichen Anordnung.

Wie früh muss ich die verkehrsrechtliche Anordnung beantragen?

So früh wie möglich – planen Sie mehrere Wochen Vorlauf ein. Die genauen Fristen nennt die zuständige Straßenverkehrsbehörde.

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